neue Ausstellung im Mann-O-Meter

In einer Einzelausstellung zeigt der Künstler Gottfried Weider Zeichnungen und Pastellbilder zum Thema „Männer mit Blumen“. Die Arbeiten werfen durchaus auch einen ironischen Blick auf die sonst üblich gezeigten homoerotischen Männerakte.

Eröffnet wird die Ausstellung am Samstag, dem 06. Juni um 17 Uhr in Anwesenheit des Künstlers im Mann-O-Meter in der Bülowstraße 106.

Bis zum 07. August 2015 kann dann die Ausstellung während der regulären Öffnungszeiten (montags – freitags 17-22 Uhr, samstags + sonntags 16 -20 Uhr) besichtigt werden.

Der Eintritt ist selbstverständlich frei.

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Unser Jahresbericht 2014 liegt jetzt vor. Zum anschauen oder herunterladen hier klicken.

Seit nunmehr 30 Jahren ist unser gemeinnütziger Verein wichtige Anlaufstelle und zuverlässiger Partner der Berliner Community. Aber wie wir alle wissen: Die Zuwendungen aus öffentlicher Hand sind knapp bemessen, überall wird gespart.

Kurzum: Wir könnten Unterstützung gebrauchen!

Aus diesem Grund haben wir die Spendenaktion,

30 Jahre Mann-O-Meter – „Mitten im Kiez, mitten im Leben!“

gestartet.

Seit 30 Jahren stellen wir die Menschen in den Mittelpunkt unserer Arbeit!
Eines unserer Hauptanliegen ist die Prävention von HIV/Aids. Bei uns gibt es nicht nur die persönliche Beratung mit Safer-Sex-Tipps oder Risikobewertung, sondern auch einen Online-Health-Support und ein wöchentliches Beratungs- und Testangebot zu HIV, Syphilis, Hepatitis C, Chlamydien und Gonokokken.

Aber das ist nicht alles: Auch psychologische Beratung, Freizeitgestaltung in Gruppen für Jung & Alt, Hilfe für Opfer von Gewalttaten, die Betreuung Inhaftierter und die Weitergabe von Szene-Infos an Touristen gehören zu unserem breit gefächerten Angebot.

Wie kann man uns unterstützen?
Ganz einfach ̶ mit einer Spende! Warum?
Damit wir unsere Arbeit weiter mit der gewohnten Professionalität anbieten.
Damit wir unsere 30jährige Erfahrung in neue Projekte investieren.
Damit wir einen Ort schaffen können, an dem sich alle Ratsuchenden wohl fühlen.

Dazu brauchen wir Eure Unterstützung!

Alle Spender werden auf Wunsch in unserem Monatsheft „gaynow“ und auf dieser Webseite erwähnt.

Spenden bitte auf unser Konto IBAN: DE96 1002 0500 0003 1260 00 BIC: BFSWDE33BER überweisen oder ganz einfach hier per Mausklick online spenden.

Für eine Spendenbescheinigung bitte Anschrift im Verwendungszweck mit angeben.

PS: Jede Spende zählt, wie groß oder klein auch immer!

Ab April wieder an allen Tagen der Woche geöffnet

Mann-O-Meter hat ab April auch wieder montags geöffnet und steht seinen Gästen damit an allen Tagen der Woche zur Verfügung. Dies wird durch den unermüdlichen Einsatz der ehrenamtlichen Mitarbeiter der AG Theke in Berlins schwulem Informations- und Beratungszentrum ermöglicht. Hier hat es zuletzt einen Zulauf bei den ehrenamtlichen Mitarbeitern gegeben, so dass Mann-O-Meter ab April unter der Woche täglich von 17-22 Uhr und am Wochenende von 16-20 Uhr erreichbar ist. Persönlich im Zentrum in der Bülowstraße 106, telefonisch unter 216 80 08 oder online auf www.mann-o-meter.de über den Health-Support beantworten unsere Mitarbeiter Fragen zur Berliner Szene, zur sexuellen Gesundheit, zu psychosozialen Problemen und natürlich auch zur ehrenamtlichen Mitarbeit im Mann-O-Meter.

Meningokokken – Impfaufruf!

Erkrankungen in Berlin stoppen!

Unser Impfaufruf richtet sich an Schwule und andere Männer, die Sex mit Männern haben (MSM). Zu Deinem Schutz und dem Deiner Partner!

Die Impfempfehlung des Berliner Impfbeirates vom 17.07.2013 bleibt auch weiterhin in Kraft und gilt nun bis zum 31.12.2014. Ziel ist nach wie vor, so viele Schwule und MSM wie möglich zu erreichen und zur Impfung zu motivieren.

Bisher sind nur wenige Fälle von Meningokokken-Erkrankungen aufgetreten. Aufgrund des rasanten Krankheitsverlaufs und der schwerwiegenden Folgen, die bis zum Tod führen können, ist eine Impfung empfohlen. Weiterlesen… »


 Übertragungswege

In der Regel werden Meningokokken über Schleimhautkontakte wie Zungenküsse und über Tröpfcheninfektion aus unmittelbarer Nähe (weniger als ein Meter), z.B. durch anhusten, übertragen. Außerhalb des menschlichen Körpers sind die Bakterien nicht lange lebensfähig.

Meningokokken können darüber hinaus auch sexuell übertragen werden z. B.:

  • beim Oralverkehr von der Mundschleimhaut auf die Harnröhre,
  • beim Analverkehr ohne Kondom von der Harnröhre auf die Schleimhaut des Enddarms,
  • vermutlich auch durch Verwendung von Spucke als Gleitmittel beim Analverkehr.

Es wird vermutet, dass die Bakterien auch durch die gemeinsame Verwendung von Röhrchen zum Sniefen von Drogen  von Schleimhaut zu Schleimhaut übertragen werden.

Bei einer Erkrankung durchbrechen die Meningokokken (Neisseria meningitidis) die Schleimhautbarriere und gelangen ins Blut bzw. die Hirnhäute. Man spricht dann von einer „invasiven“ Meningokokken- Erkrankung.

Symptome – sofort und ohne Zögern zum Arzt!

Die Dauer zwischen Infektion und Erkrankung beträgt 2 – 10 Tage, meistens 3 – 4 Tage, die Verwechslungsgefahr mit einer Grippe ist groß.

Charakteristisch sind

  • ein schweres Krankheitsgefühl
  • Fieber
  • Übelkeit, Erbrechen
  • Schüttelfrost

In zwei Drittel der Fälle kommt es innerhalb weniger Stunden zu einer Hirnhautentzündung, in einem Drittel der Fälle kommt es zu einer Blutvergiftung (Sepsis). Die Hirnhautentzündung kann rasch ins Koma oder zum Tod führen.

Die Hirnhautentzündung verursacht

  • Nackensteifigkeit
  • Schläfrigkeit, schwere Erweckbarkeit der Patienten
  • Überempfindlichkeit der Augen gegenüber Licht (Photophobie)
  • Überempfindlichkeit gegenüber Geräuschen
  • Krampfanfälle
  • Kopfschmerzen
  • Reizbarkeit

Suche bei Symptomen sofort eine Arztpraxis oder eine Rettungsstelle auf. Weise bei der Anmeldung und im Sprechzimmer auf die Möglichkeit einer Meningokokken-Erkrankung hin. Eine Meningitis wird mit einem Antibiotikum behandelt.

Impfung – schützt Dich und andere!

  • Der beste Schutz ist eine Impfung.
  • Die Impfung verhindert nicht nur die Erkrankung, sondern auch die Besiedlung der Schleimhäute mit Meningokokken. Damit sind auch Andere (z.B. nicht geimpfte Freunde, Sexualpartner) besser geschützt.
  • Eine einmalige Impfung schützt gegen die unter Schwulen / MSM gehäuft aufgetretene Infektion mit der Serogruppe C und deckt zudem noch weitere Serogruppen ab.
  • 10 Tage nach der Impfung besteht in der Regel der volle Impfschutz.

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HIV-INFO

Der Impfstoff enthält inaktive Bakterienbestandteile und keinen Lebendimpfstoff. Die Anwendung ist daher auch bei HIV-Positiven bzw. Immungeschwächten problemlos möglich. Wie bei anderen Impfungen auch, kann bei schlechtem Immunstatus (<200 T4-Zellen/μl) die Immunantwort schwächer ausfallen.

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Schwule / MSM sollten mit einer Impfung bis Inkrafttreten der Impfempfehlung am 27.07.2013 warten. Im Falle eines Impfschadens können dann Schadensersatzansprüche gegenüber dem Land Berlin geltend gemacht werden.

 Nebenwirkungen

Für die Impfung stehen derzeit zwei Impfstoffe zur Verfügung.

Die Impfung wird im Allgemeinen gut vertragen, unerwünschte Wirkungen sind in der Regel milde. Laut Fachinformation (Menveo®, Nimenrix®) können folgende unerwünschte Wirkungen auftreten:

  • Sehr häufig    (bei über 10% der Impflinge auftretend)

Menveo®: Kopfschmerzen, Reizbarkeit, Übelkeit und Schwellung, Schmerzen bzw. Rötung an der Einstichstelle
Nimenrix®: Reaktionen an der Einstichstelle, Reizbarkeit, Kopfschmerzen, Fieber, Schläfrigkeit, Appetitlosigkeit

  • Häufig    (bei 1-10%)

Menveo®: Temperaturerhöhung (>38° C), Schüttelfrost, Hautausschlag, Verhärtungen an der Injektionsstelle
Nimenrix®: Magen-Darmbeschwerden

  • Gelegentlich    (bei 0,1-1%)

Menveo®: Schwindel, Muskelschmerzen
Nimenrix®: Hautreaktionen, Unwohlsein, Muskelschmerzen

Quelle: Deutsche AIDS-Hilfe e.V., Armin Schafberger, HIV.Report 03/2013

 Kosten der Impfung

HIV-Positive und andere Menschen mit angeborenen oder erworbenen Immundefekten, sowie Jugendliche bis zum Alter von 18 Jahren, erhalten die Impfung kostenlos gegen Vorlage ihrer Krankenversicherungskarte. Wir gehen davon aus, dass die Krankenkassen bis zum 27.07.2013 für Schwule / MSM ein Verfahren zur Kostenerstattung vereinbart und vereinfacht haben.

Stand der Informationen: 18.07.2013